Summer
Jamboree 2004 - Senigallia |
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Senigallia „rockt“ Auf Höhe des Strandcafes ´Mas Cal Zone` gab es auf der allabendlichen
Bummelstrecke plötzlich einen Stau. Zähfließenden Flanierverkehr
ist man hier gewöhnt, aber nun blockierte eine riesige Anziehungspunkt des enormen Interesses war ein ordinäres Beach-Volleyball-Feld. Die staunende Menschenmenge drängte sich an den vier Meter hohen Fangnetzen, die ansonsten fehlgeschlagene Volleybälle daran hindern auf die Promenade zu entweichen. Aber kein hochklassiges Volleyballspiel stand auf dem Programm, sondern die Eröffnungs-Party des fünften `Summer Jamboree’ in Senigallia.
Die Musik der 40er und 50er Jahre sowie alles drum herum, was Spaß macht zu bieten, das hatten sich die Veranstalter zum Motto gemacht. Das Ganze kam auch im fünften Jahr bei „normalen“ Besuchern immer besser an. Angst vor Zuschauern durfte man also nicht haben. Die anfangs überraschten italienischen Urlauber gingen jedoch schnell wieder ihrer üblichen Abendbeschäftigungen nach: auf der Promenade und in der Altstadt Flanieren, Eis Essen und dann wieder Flanieren. Das Konzept Die "Locations“ Für Unersättliche wurde ab 11 Uhr morgens ein Record Hop im
Strandcafe angeboten. Sonst eher von „Disco-Publikum“ bevölkert,
war das „Mas Cal Zone“ nun den ganzen Tag über fest in
der Hand von Rock’n’Rollern. Neben dem regulären Programm spielten die Bands in „Jam Sessions on the Road“ auch mal spontan in der Mittagshitze am Strand oder nach einem Konzert als „After Party“. Es soll sogar ein eigenen Radiosender in dieser Woche geben, der permanent Rock’n’Roll dudelt. Wir dachten eher, es gäbe einen eigenen Summer Jamboree Fernsehsender, da ständig 50er und 60er Jahre Filme liefen. Wie sichherausstellte strahlt das italienische Fernsehen „RAI“ in den Sommerferien immer die alten Schinken aus, da im Sommer kaum jemand Fernsehen schaut. Hier sind wir aber schon beim ersten kleinen Kritikpunkt angekommen. Es wird eine Menge neben den Hauptattraktionen zusätzlich angeboten, aber von vielen Sachen - wie eben dem eigenen Radiosender – weiß keiner was. Um z.B. herauszufinden, wo man den Shuttle Bus zur After Party findet und wann er vielleicht mal wieder zurück fährt muss man höchst investigativ veranlagt sein.
Wenn wir gerade bei Kritik sind, legen wir noch mal schnell einen Punkt
nach: Italienische Toiletten sind generell nicht gerade für ihre
Sauberkeit weltberühmt. Kurzum, an den Veranstaltungsorten war die
Toilettensituation überaus problematisch. Meist waren zu wenige vorhanden
und die auch noch in schlechtem Zustand. Mal sehen, ob die Veranstalter
hier in den kommenden Jahren nachbessern. Zentral gelegen und von Freitag bis Sonntag Veranstaltungsort für die großen Konzerte und Ausstellungsplatz für die Verkaufsstände war die historische, wunderschöne Altstadt. Das alte Kastell (PratoRocca) aus dem Jahr 1400 und der Marktplatz (Foro Annonario) mit seinen Arkaden bildeten eine traumhafte Kulisse für die Abschlußkonzerte.
Ebenfalls nur wenige Meter entfernt parkten die Classic Cars, die am Sonntag geschlossen durch die Stadt und sogar durch die Fußgängerzonen cruisen durften. „Volles Programm“ Wir würden sicherlich im nächsten Jahr noch einmal wieder kommen, wenn es sich irgendwie ergibt. Die Veranstaltung hatte in Italien großen Erfolg und wird immer mehr auch zum internationalen Magneten. Die Besucher-Zuwachsraten im Vergleich zum Vorjahr waren hoch. Wer also mit dem Gedanken spielt sich das Festival anzutun, sollte sich beeilen. Evtl. entwickelt sich die Veranstaltung „zu gut“ und kann den Ansturm in einigen Jahren nicht mehr verkraften. Die Kombination von Urlaub und Rock’n’Roll-Meeting war für uns genau das Richtige und ist bedingungslos weiter zu empfehlen.
lauf- für viele Besucher am Abend, nachdem es wieder zum Flanieren auf die Strandpromenade geht. In den für den Autoverkehr gesperrten Gassen finden sich zahlreiche Geschäfte, Cafes und einige Restaurants. Zu unserem Glück gab es hier keine klassischen Touri-Läden mit jeder Menge Souvenir-Artikeln. Viele Läden griffen das Motto der Veranstaltung auf und dekorierten Ihre Schaufenster mit 50er Jahre Artikeln und Motiven. Einmal in der Woche am Donnerstag Morgen ist Markt in der ganzen Altstadt. Der Strand ist im Stadtgebiet auf einer Länge von etwa 5 Kilometern feinsandig und breit. Tagsüber sind alle Besucher am Strand und in den Strandcafes. Die Strandabschnitte sind in „Bagnis“ aufgeteilt, die Liegen und Schirme vermieten. Die Preise liegen zwischen 10 und 15 Euro für zwei Liegen und Buchung einer ganzen Woche. Einfach mal sich mit dem Handtuch irgendwo hinzulegen ist schwierig und wird von den Bademeistern nicht gerne gesehen. Hier findet ihr eine Übersicht der Hotels in Senigallia und einen Lageplan |
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