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Im Rosensaal Steinfurths, der wahrscheinlich genauso alt und original wie Wanda Jackson selbst ist, trat die Queen of Rockabilly am späten Abend auf. Als Begleitband, für eine kleine Deutschlandtour, wurden
die Velvetones aus Bremen engagiert.
Wanda Jackson sang derart gut, dass man meinte eine ihrer Platten aus den 50ern zu hören. Trotz ihrer 68 Jahren war ihrer Stimme das Alter nicht anzuhören. Auch wer meinte, dass die
alte Dame nach einer halben Stunde schnaufend die Bühne verlassen würde, wurde überrascht. Sie sang ihre Titel mit einigen Zugaben etwa eine Stunde lang ohne eine einzige Schweißperle auf der Stirn. Ins Schwitzen geriet die
Ikone des Rock’n’Roll lediglich durch das merkwürdige Verhalten einiger Fans, die noch während des Konzerts ihre Platten signiert haben wollten oder ihr Blumen samt Wassertöpfen auf die Bühne reichten. Nicht genug der
Verwirrung, geriet ein Teil der Menge nach dem einzigen deutschsprachigen Lied des Abends (Santa Domingo) derart in Ekstase, dass sie tobend “jetzt geht’s los”
skandierte. Verunsichert und sichtlich irritiert versuchte Wanda Jackson zu erklären, dass sie dieses Lied leider nicht in ihrem Repertoire hätte. Aber Wanda Jackson war einfach toll und genau wie für Bill Haley’s Comets
gilt auch bei ihr: Anhören, solange es die Gelegenheit noch gibt!!!!
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Vorgruppen: Begleitet wurde Wanda Jackson von den “Velvetones”, einer vierköpfigen Rockabilly-Formation aus Bremen. Durch ihren originalen Sound klangen
Wandas Songs wie auf den alten Aufnahmen aus den God Old Fifties. Die Velvetones hatten der Menge schon eine gute Stunde vor Wandas Auftritt kräftig eingeheizt. Da sich im Publikum, wie bereits erwähnt, auch
viele Fans des deutschen Schlagers befanden, sah man teils staunende Gesichter, als sich der Frontman der Velvetones beim Song “Rockabilly Funeral” zuckend auf dem Rücken drehte. Dieser Erste-Sahne-Rockabilly
Stil war dann doch eine Nummer zu hart für viele Angereiste, aber für uns jedoch genau das Richtige.
Weitere Vorgruppen: Shadows Of Elvis: Eine große Band, die mit mehreren Sängern und einer guten Show Elvis-Songs interpretierte. Aus der Masse der ansonsten eher
schlechten und peinlichen “Elvis-Interpretatoren” stechen sie positiv hervor. Die nachfolgende Elvis Presley Revival Band sah gegen die Shadows of
Elvis ziemlich blaß aus. Der hysterisch zappelnde, Luftgitarre spielende Sänger erinnerte allenfalls an den “Wackel-Elvis” von AUDI.
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