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Rock`n´Roll Weekender in Walldorf (2001)
- die Vorfreude ist groß. In Erwartung eines bombigen Wochenendes mit viel Musik, Sonne und Spaß wollten wir natürlich nichts dem Zufall überlassen. Darum: “Alles muß geplant werden!”
Wir wollten unbedingt von Samstag auf Sonntag in Walldorf übernachten und dachten, daß uns zwei Tage langen würden (Fehler Nummer 1). Dabei haben wir natürlich nicht bedacht, dass wir die
Bands Sonntag Abend dann wohl nicht mehr sehen werden.
Möglichst stressfrei sollte es werden und ein bisschen Alkohol darf ja auch nicht fehlen. Da keiner von uns am Sonntag zurückfahren wollte (wir wohnen ja auch nur unbeschreiblich weite 60 Km entfernt!), haben wir die Hin-
und Rückfahrt mit der Bahn gebucht (Fehler Nummer 2). Es ist ja nicht so, dass wir letztes Jahr auch mit der Bahn gefahren sind (sind wir!) und eigentlich Bescheid wissen
müssten - Nein !!! - wie sollten wir, aber aus Fehlern lernt man ja bekanntlich nicht immer.
Nachdem wir dann letztlich nach einer doch recht entspannten und lustigen Bahnfahrt am "Hauptbahnhof Walldorf-Wiesloch" angekommen sind, gestaltete sich die Weiterfahrt zum Hotel
doch als etwas schwierig (wieso auch hängt hier nirgendwo eine Taxi-Nummer aus?).
Aber zum Glück gibt es ja in Walldorf "regen Publikumsverkehr", der bereitwillig Auskünfte erteilt, so dass wir letztendlich doch noch im Hotel gelandet sind.
Nach kurzer Verschnaufspause und erfolgreicher Taxibeschaffung ging es voller Elan zum Session Kultur Zentrum. Natürlich erst, nachdem die immer wieder kehrende Frage gelöst war, wer vorne bei dem Taxifahrer
sitzen und sich über "Rennstrecken, Kultur und überhaupt" unterhalten muß.
Ich brauche nicht zu erwähnen, dass wir pünktlich da waren,
aber trotzdem noch kein Einlaß war, es geregnet hat und sehr kalt war und wir irgendwann endlich leicht genervt die Heiligen Hallen betreten konnten. Mittlerweile kamen erste
Zweifel an unserer tollen Planung auf (ganz in der Nähe soll es ein tolles Diner geben - wo aber ist unser Auto? Zu Hause!). Die Sonne hatte es vorgezogen, an diesem Tag
nicht mehr zu erscheinen, aber nach ein paar Bier, Cocktails, Weinschorlen und guter Musik wurde uns dann doch noch warm.
Zu den Konzerten gibt es nicht viel zu sagen: die Bands, die wir gesehen haben, waren alle sehr gut und es war ein toller Abend!
Am zweiten Tag
(ein Sonntag - der letzte Zug zurück geht bereits am frühen Nachmittag) eilen wir frohgemut und vor allem viel zu früh zurück zur Halle, um noch möglichst viel von diesem Tag zu haben.
Nun, was soll ich sagen? Dass es 12:00 Uhr war und somit eigentlich nicht wirklich früh? Dass es weder etwas zu trinken noch zu essen gab? Dass die Musik auf unbestimmte
Zeit abgestellt war? Dass wir aus dem "Frühstücksraum" vertrieben wurden mit der Begründung hier müsste umgebaut werden (wobei der Erfolg dieser Umbaumaßnahmen anschließend nicht wirklich sichtbar
war). Dass der Flohmarkt sich auf wenige Stände beschränkte? Dass alle Veranstalter auf unseren Wunsch eine Cola zu trinken (mittlerweile war es 13:00 Uhr) mit größter Verwunderung reagierten?
Dies ist im Übrigen unsere einzige Kritik an der Veranstaltung. Bei einem mehrtätigen Meeting, bei dem ein Großteil der Leute übernachtet, sollte man an allen Tagen ab Mittag doch wenigsten einen Getränkestand
geöffnet haben und ein bisschen Musik wäre auch nicht das Schlechteste. Ein Glück gab es ein paar Unermüdliche, die mit einer spontanen - aber sehr guten - privaten Musikeinlage doch noch für Stimmung sorgten.
Nach langer Wartezeit gab es dann letztendlich doch noch
eine erfreuliche Zwischeneinlage - der Boogie-Kurs, der Dank des netten und lockeren Trainer-Pärchens für einige Abwechslung - sowohl für die Zuschauer wie für die Tanzenden - sorgte.
Ich brauche nun ebenfalls eigentlich nicht erwähnen, dass wir - als es endlich los ging - zum Bahnhof mussten!
Aber aus Fehlern lernt man vielleicht doch. Unser Fazit: > Mit der Bahn ist es nicht schneller, auf keinen Fall billiger > Ein Auto vor Ort - unschätzbarer Luxus
> Nie wieder nur von Samstag auf Sonntag! > Also: auf alle Fälle besser planen! Oder noch besser: Gar nicht planen, einfach hinfahren, Spaß haben und schauen, was so passiert!
Weitere Fotos (auch zum Nachbestellen) auf der Seite “Foto-Service”.
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